Na njemačkom (på tyska)

luther

Einführung


BOGOMILE ALS INSPIRATION

(Bogumili kao inspiracija – uskoro i na njemačkom jeziku)

Bosnische Grabsteine (Stećci) – eine Flame, die wärmt


Bosnische Patarenen oder Bogomilen sind ein historisches, kulturelles und soziologisches Phänomen, der europäischen kulturellen Öffentlichkeit kaum bekannt.

Seltene Genießer des Phänomens der bosnischen Bogomilen, von einer kulturellen Spur, die sie hinter sich auf ihren Grabsteinen verlassen haben fasziniert, werden ihnen einen epochalen Platz in der europäischen und sogar Weltkultur und Geschichte geben.

Schwedischer Historiker Hans Furuhagen behauptet, dass Bogomilen Protestantismus in Europa inspiriert haben, sich beziehend auf Martin Luter und Reformismus (im Jahr des 1517), die auf dem Bogomil’s Prinzip des sich-dem –Gott – widmen in der eigenen Muttersprache ausgebildet waren. Kroatischer Schriftsteller Miroslav Krleža schrieb: ”Europa hat keine andere Kulturdenkmäler außer bosnischen Grabsteine der Bogomilen”

Englischer Archäologe Arthur Evans, der Minos Palace in Knossos in der Nähe von Kreta, entdeckt hat, präsentierte „Stećci“ und Paterenen (Bogomilen) durch seine Forschungsarbeit und ein Buch an die europäische Öffentlichkeit.

Professor Džemal Sokolović nannte bosnische Bogomile: ”Erste Europäische Protestanten”.

Eine ganze Reihe von Künstlern, wie Tin Ujević, Lazar Drljača oder Mak Dizdar haben sich für ihre Werke von der kreativen Arbeit der Bogomilen inspirieren lassen. Mak Dizdar sagte über Grabsteine der bosnischen Bogomile. ”Bogomil – Grabstein ist für mich etwas Besonderes, aber für die Anderen ist es nicht; sie können es weder auf ihm noch ih ihm sehen. Es ist ein Stein und gleichzeitig ist es nicht, es ist die Erde, aber auch der Himmel , es ist eine Substanz, aber auch ein Gespenst, es ist ein Schrei, aber auch ein Lied, es ist der Tod, aber auch das Leben, es ist die Vergangenheit, aber auch die Zukunft“.

Den größten Beitrag zu der Geschichte über Bogomile wurde zur Verfügung gestellt von den Bogomilen selbst, da sie eine große Anzahl der Grabsteine mit Epitaphen darauf hinterlassen haben.

Vom achten Jahrhundert bis heute, ca. ​​66.478 Grabstein-monolithen haben überlebt, davon die größte Anzahl, über 80%, im Bereich der heute anerkannten Staat Bosnien-Herzegowina.

Während der Eroberung des Landes der Bogomilen (Patarene) quälte sowohl katholische als auch orthodoxe Kirche sie als Ketzer, zerstörte die Reste ihrer Kultur und nutzte ihre solide Grabsteine als Baumaterial für ihre Kirchen und Festungen .

Das einzigartige Phänomen der auf Grabsteinen ​​gemeißelten Epitaphen der Bogomilen ist die Tatsache, dass die Botschaften dieser Epitaphen von denjenigen stammen, die nicht mehr unter den Lebenden sind und die auf der Grundlage ihrer einzigartigen Erfahrung sprechen: ”Wenn ich nur unter diesem Grabstein aufsteigen könnte, wäre jeder neue Tag ein richtiges Leben für mich”.

Ihre Botschaften enthalten alles, was das Wesen eines Menschen erfüllt: Liebe, Angst, Freude, Trauer und Zweifel[1].

Der Grabstein an sich ist als Bindeglied zu sehen, die Augen, zwischen zwei Welten: ”Dreh diesen Stein nicht um, weil er meine Augen ist, durch die ich immer noch die Sterne und Šipara beobachten kan”.

Und, wie nach der Regel, lesen wir auf ihnen von der Trauer über die Trennung und von dem Wunsch nach Wiedervereinigung mit den Lieben :“… in dieser endlosen Stille fühle ich eine Vorahnung von deiner Gegenwart und Vorzeichen von deinen, nicht Gottes, Schritten. Sollte dies die zusätzliche Strafe Gottes sein, freut sich mein verrücktes Herz auf die Strafe .“

Dies ist das erste Mal, dass deutschsprechende Leser ein Teil der Geschichte über Grabsteine der Bogomilen ​​angeboten bekommen, über Botschaften auf Epitaphen, eine kurze Geschichte darüber und eine ganze Reihe der Fotos von Grabsteinen.

Für diese Geschichte über Bogomilen gilt meine immense Dankbarkeit den Spuren die hinterlassen waren von: Arthur Evans, Miroslav Krleža, Hans Furuhagen, Mak Dizdar und viele andere, die sich von den gleichen Bogomilen-Feuer wärmten.


[1] Wir weisen auf Zweifel hin, weil wir es auf den Grabsteinen in Bezug auf Leben und dem Herrn für das ganze 6 Jahrhunderten vor der französischen Revolution im Jahre 1789 finden. Die grundlegende, führende Idee der französischen Revolution war der Zweifel selbst, als Ersatz für das religiöse Prinzip des Glaubens(ohne Zweifel in die Kirche und Gott). ”Und Zweifel war in meiner Seele, dass du irgendwo auf Erlösung von mir warten könntest, so wie ich auf Erlösung von dir gewartet habe ”

Hier liegt Sendin

 

Ich suchte mein Glück im Jagd,

 

liebte auf verschiedene Arten,

 

ich nahm, was sich anbat,
wegnahm, was ich wollte.

 

Und ich erkannte, dass das Glück im Geben liegt.

 

Ich starb im  Jahre 1392,
wenn Jelena unsere Königin war.
Wirf mein  Denkmal nicht um.

Hier gibt es nichts zu nehmen.

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LUTHER und ORLOVIC
(Hamza Orlović)

Ševko Kadrić

XX

”In Tod nehmen wir nur den Ausgangspunkt unseres Lebens mit, die Ergebnisse unserer Handlungen in dieser Welt”

Sufi – Weisheit

Die Sonne verbrannte mit ihrer Hitze die Mauer der Felsenburg am Bosporus. Alle Junitage sind am Bosporus heiß, und dieser hätte heiß und blutig sein sollen. Sultan hatte Angst vor großen Unruhen im ganzen Königreich, er befahl, dass der Unruhestifter gevierteilt und sein Körper Hunden geworfen wird. Hamza lag angekettet in einem Kerker, beleuchtet durch einen Strahl des Sonnenlichts, der seinen Weg fand durch die Gitterstäbe auf der kleinen Öffnung an der Oberseite der Zelle.
Er wartete ruhig darauf, dass die Henker den Willen des Sultans durchführen. Der Kadi sollte den im Tuch eingewickelten Kopf vor dem Sultan bringen als Beweis dafür, dass sein Wille geschah. Die Wahrheit über die Hinrichtung sollten der Sultan, der Kadi und die Wände des Palastes hüten. Die Scharfrichter wussten sowieso nichts über die Opfer. Es war nicht Ihres zu wissen, sondern den Wunsch des Sultans so schnell wie möglich durchzuführen. Hätte Sultan gewollt, dass die Wahrheit nur ihm bleibt, hätte auch der Kadi seinen Kopf verloren und am Boden des Bosporus geendet.
Hamza gab das Leben nicht auf, obwohl nicht viel davon übrig blieb. Auch das Leben in eisernen Fesseln in der kalten Zelle am Bosporus war sein Leben. Es gehörte niemandem, weder dem Sultan, noch Allah, noch seinen alten Göttern, niemandem anderen als ihm selber, und wie es danach wird – weiß niemand, dachte er, starrte in den Sonnenstrahl und fühlte die Nähe des Moments, wann er in den Abgrund von Weltraum sinken wird, wie viele Male zuvor, nur dieses Mal für immer.
– Wir sind alle Engel, gefangen im menschlichen Körper – wiederholten seine bosnische Vorfahren, und ihm wurden noch die Fesseln des Sultans dazugefügt.
– Wenn dir nur ein Tag des Lebens übrig bleibt, hast du die ganze Zukunft noch vor dir – schon vor langer Zeit sagte ihm sein Großvater Radin diese Weisheit, seine oder eines Anderen. Ihm blieb nicht mal der ganze Tag, aber er wollte, dass dieses Bischen Leben nur seines ist. Der gleiche Traum hatte er in der Zawiyah am Konjević Polje, die Furcht vor dem Sultan verwandelte seine Träume in Albträume.
– Ärgere den Tyrannen nicht, Hamza – wiederholte seine Mutter, während er wuchs, auf der Grundlage ihrer bitteren Erfahrungen, so wie ihre Mutter es auch ihr gesagt hatte. In Bosnien zogen die Mütter ihre Kinder immer zwischen zwei Kriegen groß, rissen sie von Kriegen und Tyrannen weg. Er machte den Tyrannen wütend, indem er auf die Stimme des Herrn hörte, die er im Herzen entdeckt hatte.
– Unsere Vorfahren beteten zu den Göttern in ihrer eigenen Sprache – in seinem Ohr blieb des Großvaters Stimme, wie ein Flüstern, ein Unglaube. Das Flüstern verwandelte sich in Donner und wärmte seine Seele mit einer Flamme, die er über das ganze Reich verbreitete, nicht nur er, sondern auch diejenigen, die nach ihm Hamzevije benannt wurden, das ganze Reich bebte von diesem Donner. Nach Jahren des Schweigens, nach einer langen Reise im Glauben ohne eigene Sprache, sprach er mit ganzer Kraft der durch Gewalt Verstummten. Man hörte den Schrei zum Himmel, und der Himmel, durch den Willen des Sultans, wird jetzt auf seinen Kopf fallen.
Nach Istanbul wurde er das erste Mal mit Gewalt und durch Fehler gebracht, das zweite Mal ebenso mit Gewalt, aber nicht durch Fehler, sondern im Auftrag des Sultans. Beim ersten Mal mit seiner Beharrlichkeit und dem Willen des Wesirs fand er Liebe, die zwischen den Deckeln der Bücher aufbewahrt war. Etwas sagte zu ihm, in seiner Einsamkeit: ”Lerne, lerne mehr, Hamza.” Und er lernte Kalligrafie zu schreiben besser als die besten Bagdader Kalligrafen, den ehrwürdigen Koran kopierte er zweimal und lernte einmal auswendig, lernte Türkisch und Arabisch, übersetzte die Gebete von einer Sprache in die andere, begann das heilige Buch in bosnische Sprache zu übersetzen. Suchte nach Worten und Botschaften, mit denen er die Worte vom Allah, die Muhammad a.h.v. offenbart wurden, übersetzen konnte. Er hatte Erfolg darin, und es beflügelte ihn. Tage lang studierte er Bücher, sprach laut Gedanken und Botschaften in seiner eigenen Sprache, predigte gleichermaßen in Moscheen, in seiner Zawiyah in Bosnien und überall wo man ihn hören wollte. Seine Wegbegleiter begannen, die Botschaften zu verstehen, und statt des unverständlichen Flüstern, sprachen sie die Botschaften der Heiligen Schrift, die auch für sie geschrieben wurden, laut aus. Er erklärte den einfachen Leuten, was die Gebete bedeuten und wie sie eine Kraft der Gläubigen sein können:
– Bismilla – hirrahma – nirrahim – betete er auf Arabisch und dann übersetzte in Türkisch und Bosnisch – Im Namen Gottes, des Allgemeinen Wohltäters, des Barmherzigen.
– Eš-hedu en la-ilahe illellah ve eš-hedu enne Muhammeden abduhu ve resuluhu – Ich glaube mit dem Herzen und sage mit der Zunge, dass es nur einen einzigen Gott – Allah gibt und dass Muhammad Diener und Bote Gottes ist – er übersetzte und fuhr fort:
– Aber, wie sollen wir glauben und sagen, wenn wir nicht verstehen, liebe Brüder? Wenn wir wollen, dass die Gnade Allahs den Boden unseres Herzens berührt, müssen wir mit der Sprache seine Botschaften zum Herzen schicken.
Erst als sie übersetzt und somit verständlich wurden, begannen die Menschen, sich an der Schönheit der Botschaften des heiligen Buches zu wärmen. Die Leute fingen an, dem Lehrer zuzuhören, den Muhammad ahv. ihnen hinterlassen hatte, den Lehrer, der sprach.
– Heb-Maliki Middin Ijjake na’budu bereits ijjake nest’in Ihdi-nessiratal  Mustek, siratallezine en’amte ‘alayhi,gajril-magdubi’ alayhi, höherer leddallin – betete Hamza vor den Menschen, seine melodische, schöne Stimme verbreitete sich wie Gesang der Nachtigall. Und wenn er zu übersetzen begann, traten die Worte in die Seele und zwangen die Menschen zum Nachdenken.
– Du Herrscher über den Tag des Jüngsten Gerichts, nur Dir dienen wir und nur von Dir erbeten wir Hilfe! Führe uns auf den richtigen Weg, auf den Weg derer, denen Du Dein Segen gegeben hast, und nicht auf den Weg derer, auf die du wütend bist und die Irre gehen.
– Für Gnade sollte man keinen Menschen bitten, keinen Menschen sollte man anbeten, egal ob er ein Soldat ist, ein Teeverkäufer am Bosporusufer, ein Kadi oder ein Sultan – erklärte Hamza mit erhobener Stimme – nur Allah ist mit Herzen zu folgen und demütig zu verehren.
Und während er übersetzte und die Botschaften Muhammads erläuterte, erschien in Hamzas Seele, die dem Zweifel abgeneigt war, der Zweifel, dass der Allah von ihm den Heil sucht, ebenso wie Hamza von ihm.
– Was wollen diese Hamzevije? – Fragte der Sultan die Kalifatvertreter, die über den Islam in seinem Reich besorgt waren.
– Sie wollen, dass die Muslime in ihrer eigenen Sprache zum Allah beten .
– Aha – richtete sich der Sultan auf und fragte – und was haltet ihr davon?
– Eure Hoheit, die Gebete würden die Schönheit ihrer Melodie verlieren.
– Nur das?
– Jeder würde beginnen, auf seine Weise die Botschaften des Allahs zu interpretieren, in seine Sprache – erläuterten sie.
– Nur das?
– Eure Hoheit, wir wären den Menschen nicht mehr notwendig als Erklärer und Hüter des Glaubens.
– Nur das? – hörte man wieder von der Couch des Sultans.
– Euere Gnaden, Ihr Reich ist auf der Einheit im Muhammads Glauben gebaut, und das in einer Sprache. Ihr entscheidet, ob der Glaube in Sprachen aufgeteilt wird, und wenn er aufgeteilt ist, ob auch Ihr Reich aufgeteilt wird, wie das Reich des Heiligen Vaters im Rom.
Sultan stand auf und ging mit den Händen auf dem Rücken vom Fenster mit Blick auf den Blumengärten seines Palastes zum Fenster mit dem Blick auf den Bosporus, Richtung Asien.
– Was steht, Kadi, in deinen Büchern über solche? – fragte Sultan den Kadi und hob die Hand nach rechts in seine Richtung.
– Ein Ungläubiger, gnädiger Sultan, ein Ketzer, der über Gott und Sultan lästert.
– Was haltet ihr im Kalifat davon? – fragte Sultan denjenigen, der über den Glauben Sorge trug, und fuhr fort, ohne ihn sprechen zu lassen – Ich weiß, ich weiß, sie werden euch nicht mehr brauchen, um die Botschaften Allahs zu interpretieren… Der Häretiker, also, ein Ketzer, bringt mir den Ketzer! – befahl er und gab ein Zeichen, dass nur der Kadi bleiben darf.
– Wo kommst du her, Hafis? – fragte der Sultan den Hamza, wenn dieser in Fesseln zu ihm gebracht wurde.
– Aus Bosnien, Gnädiger, aus einem Land, wo die Menschen nicht in Fesseln gehalten werden.
– Nehmt ihm die Ketten weg! – befahl der Sultan.
– Du bist kleiner als ich mir dich vorgestellt habe, Hafis – sagte er, nachdem man Hamza die Ketten von Füßen entfernt hatte.
– Es ist nicht dein Fehler, Gnädiger, sondern von denjenigen, die mich zum Sünder machen wollten. Je größer die Sünde ist, desto größer ist auch der Sünder.
– Man sagt, du willst, dass die Muslime zum Allah in ihrer eigenen Sprache beten.
– Nicht ich verlange das, Gnädiger, sonder die Koranverse: ” Eš-hedu en la-ilahe illellah ve eš-hedu enne Muhammeden abduhu ve resuluhu.” Dieser Vers des Heiligen Korans verpflichtet uns Muslime, mit dem Herzen zu glauben und mit der Zunge zu schwören, dass es nur einen Gott-Allah gibt und dass Muhammad Gottes Diener und Gesandter Gottes ist. Sag Du es mir, Gnädiger, wie können wir mit dem Herzen glauben und mit der Zunge schwören, wenn weder das Herz versteht, noch die Zunge? Um zu verstehen, müssen wir die auf Arabisch ausgesprochene Botschaften interpretieren, um sie zu interpretieren, sollten wir sie übersetzen, und übersetzt werden sie unsere eigenen und bleiben in unseren Herzen. Stell Dir die Macht des Reiches vor, in dem die Muslime fünf Mal am Tag beim Beten mit dem Herzen die Botschaften Allahs wiederholen, die ihre Augen öffnen!
– Euere Durchlaucht, lasst es nicht zu, dass ein Ketzer Koranverse interpretiert! – sprach der Kadi, erstaunt über die Kühnheit des bis gerade eben gefesselten Hamza.
– Sikter, Kadi! – brachte der Sultan ihn zum Schweigen, von Hamzas Mut beeindruckt.
– Du sagst, ihre Augen öffnen, Augen öffnen – wiederholte der Sultan Hamzas Worte und ging herum, genauso aufgebracht wie vorher, wenn man ihm vom Hamza sprach.
– Wenn dem Volk die Augen geöffnet wären, was würden denn die Sultane tun? – fragte Sultan
– Euere Durchlaucht, Allah sandte dem Muhammad Alejhisselamu die Offenbarung, dass er die Macht allen Muslimen geben soll, nicht nur den Kleriker und den Sultanen.
– Aha, und du glaubst, die Sultane mögen lieber Schlaue als Gehorsame?
– Gnädiger, ich weiß nicht, was Sultane vorziehen, aber ich weiß, dass Allah diejenigen, die seinen Weg gehen, diejenigen, denen er im Herzen ist, vorzieht.
– Folgen die Sultane nicht den Weg des Allahs?
– Allah weiß, wer seinen Weg geht. Um den Weg des Allahs zu gehen, müssen Muslime ihn kennen, und sie können ihn nicht kennen, wenn er nicht in ihrem Herzen ist, wo nur das sein kann, was bekannt ist. So muss man die Herzen mit dem Islam ausfüllen, aber mit dem Islam, den die Menschen verstehen.
– Was ist Islam für dich?
– Islam ist die Macht Allahs, mit der ich die Seele nähre und den Körper zähme – Und wenn du Sulten wärest, was wäre dann Islam für dich? – fuhr Sultan neugierig fort.
– Islam, der die Seelen der Muslime nährt und die Körper zähmt, ist viel stärker als der Islam, der nur ein Gewand für das Reich Sultans ist.
– Du wirst nie ein Sultan werden, und wenn du es wärest, würde dein Reich sofort auseinanderfallen. Ein Reich braucht Herrscher und Untertanen. Der Herrscher herrscht dank der Finsternis der Unwissenheit in der die Untertanen leben. Du fandest heraus, was du hättest nie herausfinden dürfen – sagte der Sultan und gab der Wache Zeichen, Hamza rauszubringen.
– Allah, fürchtest du dich vor Allah, Gnädiger … ? – fragte Hamza, während sie ihn rausbrachten. Hast du Angst vor denjenigen, die hinter den Alpen im Herzen den Herrn entdecken durch Lernen – wollte er sagen, schaffte es aber nicht, man führte ihn schon zum Henker.
– Genau von Solchen habe ich Angst – flüsterte der Sultan und starrte aus dem Fenster mit dem Blick über den Kanal nach Asien.
– Der Glaube ist die Sprache – war das letzte, was Hamza Orlović, der Bosniake, gesagt hatte, bevor die Henker ihn gevierteilten im Istanbul, am 6. Juni 1573.



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